Lärm im Altag Seit Handys ganze
Bahnabteile mit
Musik beschallen
können, haben ich
und diese Geräte
eine gewisse
Feindschaft
zueinander
entwickelt. Oder
vielmehr besteht die
Feindschaft zwischen
mir und einigen
Besitzern. Autor/Author: Dipl.-Inform. (FH) Steffen Wendzel (Date/Datum: 080731-22:34, Hits: 999)
Nicht, dass ich Musik nicht mag, ganz im Gegenteil, ich höre sehr viel Musik, eigentlich fast permanent (ich komme ja schließlich auch aus einer sehr musikalischen Familie), aber ich beschalle niemanden ungefragt. Doch genau das ungefragte Beschalle (meistens mit Musik die auch nicht meinem Geschmack entspricht), dass mag ich ganz und gar nicht.
Es wird wohl so sein, dass manche Menschen mehr als andere durch unfrewillige Beschallung im öffentlichen Raum genervt sind, und wenn es so ist, dann zähle ich mich zu diesen Menschen. Vor etwa einem halben Jahr gab es im Deutschlandradio-Kultur (Sendung "2254") ein Nachtgespräch zu ziehmlich genau diesem Thema. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie mir die Moderatorin aus der Seele sprach und sagte, sie könne im Bus keine Bücher lesen, wenn jemand Musik abspielen, oder sich laut unterhalten würde. Ich kann mich dieser Aussage wirklich nur anschließen.
Dieses Posting ist also mein kleiner Beitrag zum Protest gegen nervige Beschallung. Also willkommen im Leben der Menschen mit sensiblem Gehör oder überhaupt im Leben sensibler Menschen!
Immer wieder, wenn ein unnütz überlauter Krankenwagen an mir vorbei fährt, während ich durch die Stadt laufe, frage ich mich: Muss es denn unbedingt SO laut sein? Geht es nicht auch 10 dB leiser?. Auch von Werbemusik in Supermärkten bin ich kein Freund; es ist blanke Belästigung, mit Werbesprüchen und anderer beknackter Musik beschallt zu werden (die doch generell nie allen Kunden gefallen kann, da vom Kind bis zur Uroma doch alle durch den Supermarkt schlendern), und die Kundenzufriedenheit, mag sie auch bei einigen Konsumenten auf diese Weise steigen, sinkt bei mir derweil noch zwei Meter unter den Keller.
Natürlich wird sich an dieser Situation nichts ändern, aber erwähnt haben möchte ich es dennoch. Und "laut" mag ganz nett sein, aber leise ist doch viel schöner. Man kommt sich nahezu alt vor, wenn man einen solchen Satz von sich gibt.
Perfekt wäre übrigens, wenn alle Frühaufsteher den Morgen geräuscharm beginnen könnten (so bis halb 11, das fänd' ich prima), dann werde ich auch trotz offenem Fenster nicht aus dem Schlaf gerissen ;-) (immerhin darf ich aus fauler Student bis Mittags schlafen) ____________
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