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Die Informatik

Die Informatik hat ein Image, welches sie nicht verdient. Meiner Meinung nach liegt es daran, dass viele Menschen eine falsche Vorstellung von der Informatik haben.

Autor/Author: Steffen Wendzel Dipl.-Inform. (FH) Steffen Wendzel (Date/Datum: 080224-18:50, Hits: 1496)

Wenn man heute erzählt, man studiere Informatik, dann sind die Reaktionen darauf äußerst verschieden. Oftmals gilt man als furchtbarer Nerd, der furchtbare Dinge -- nämlich fuchtbar langweilige, tut (welche das wohl sind?).

Dabei wird die Informatik doch heute in so vielen interessanten Bereichen eingesetzt und ist eine wirklich bedeutsame Wissenschaft! Womit sich der Informatiker beschäftigt, das sind aktuelle Themen die ganz und gar nicht langweilig sein müssen. Ich bin bei diesem Thema natürlich nicht parteilos, aber allein, wenn man die Entwicklung der so genannten Bindestrich-Zweige der Informatik betrachtet, dann sieht man, wieviel Spielraum man als Informatiker hat, wenn es darum geht, sich ein oder mehrere Spezielagebiete zu suchen.

Da gibt es nicht nur mehr die vier Teildisziplinen Theoretische-, Praktische-, Angewandte-, und Technische-Informatik sowie die ebenfalls sehr bekannte Wirtschaftsinformatik. Es gibt vielmehr komplett neue Studienfächer der Informatik, die mittlerweile nunmal so groß sind, dass sie einen eigenen Studiengang benötigen. Dazu zählen etwa die Bio-Informatik, Geoinformatik, medizinische Informatik, Automobil-Informatik, Medieninformatik, Computer-Linguistik, Software-Engineering und Chemo-Informatik. Ausserdem gibt es noch Disziplinen wie Rechtsinformatik, Umwelt-Informatik, Informationslogistik, Computervisualistik u.v.m.

Die "eigentlichen" Gebiete der Informatik sind allerdings auch nicht uninteressant. Programmiersprachen, Kryptographie, Netzwerke, Sicherheit, Grafik, theoretische Überlegungen usw. sind eben auch faszinierende Gebiete.

Und ja: Zwar sinken die Gehälter, aber man kann trotzdem noch viel Geld in der Informatik verdienen und trotzdem noch gute Ideen haben. Die Forschung im Bereich der Informatik ist ebenfalls sehr vital.

Apropos Gehälter: Heute ist jeder noch so schlechte Fachinformatiker ein "Spezialist" für Windows-Administration oder was auch immer. Eine ähnliche Ausbildung habe ich auch hinter mir, aber seien wir mal ehrlich: Selbst im Studium lernt man viel zu wenig, auf das autodidaktische kommt es an! Wie dem auch sei, dadurch, dass es jetzt recht viele Informatiker gibt, ist mehr Konkurenz auf dem Job-Markt vertreten und die Gehäter sinken. Ein Systemadministrator ist eben kein Halbgott mehr, sondern ein Dienstleister. Es gibt besonders bei den Webdesignern und Administratoren recht viel Konkurenz. Die Unterschiede bei deren Fähigkeiten sind allerdings enorm! Das gleiche gilt für Programmierer. Es gibt viele Programmierer (ich liebe das Programmieren), aber die Qualitätsunterschiede bei den selbigen sind ebenfalls recht beeindruckend.

Aber zurück zum eigentlichen Thema. Die Informatik hat die Gesellschaft sehr verändert. Heute benutzt jeder das Internet. Man kommuniziert mit anderen Menschen über Netzwerke oder handelt über diese. Schon Kinder können mit anderen online Computerspiele spielen, Computertomographie, Wettersimmulationen und unzählige andere positive Dinge sind der Informatik zu verdanken.

Soweit mein Plädoyer für die Informatik. Zumindest fürs Erste.


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